Saison 2015: Station 1 in Most (I)

Nach dem verregneten Frühjahrstraining in Aragon ging es nun am letzten Aprilwochenende in Most zum Saisonauftakt 2015.

Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite und so hatten wir am Ende 2 trockene Sprintrennen und ein gutes 2h-Langstreckenrennen. In den Sprintrennen konnte ich einmal den 3. und einmal den 2. Platz in der Cupwertung erreichen, so in etwa hatte ich auch das Kräfteverhältnis auch erwartet.

Freitag

Am ersten Veranstaltungstag geht es darum, sich schnell in Wochenende zu finden und nicht herumzubummeln. Schließlich steht auch heute noch das erste Sprintrennen an. Die ersten vier Trainingssessions zählen auch gleichzeitig als Qualifikation für das Rennen.

Üblicher Weise werden die schnellen Zeiten dann im letzten dieser Quali-Turns gefahren und somit ging es dann darum, eine freie Runde zu erwischen, in der man dann auch keine Fehler machen sollte. Mit gutem Gefühl kam ich nach der Session zurück und sah meinen Namen allerdings nur auf P4. Die Zeitenabstände waren marginal, im Zehntelbereich hatte ich aber eben nur die 4.-beste Zeit gefahren. Egal, wenigstens noch erste Startreihe. Punkte werden im Rennen vergeben.

Dann ging es los…erster, zweiter und dritter Aufruf zum Sprintrennen der 1000er. Der Vorstart in die Warmup-Runde gelang mir mal gar nicht und ich wusste ja nun erst mal, wie man es definitiv nicht macht. Den eigentlichen Start habe ich dann aber super hinbekommen. Basti auf seiner Fireblade von Pole allerdings auch und so flogen wir Rad an Rad auf die erste Kurve zu. Ich habe mich etwas von ihm irritieren lassen und bremste genau wie er etwas zu früh. Schwupp-di-wupp kamen gleich wieder drei oder vier Gegner vorbei. Nach und nach kämpfte ich mich wieder vor und lag zu Beginn der letzten Runde an Rang 2 hinter Güdy, der dem Feld aber schon etwas enteilt war. Direkt am Hinterrad klebte mir Krato mit seiner neuen R1. Als wir dann auf überrundete Fahrer aufliefen hatte ich nicht ganz so viel Glück, ich musste einmal sehr stark bremsen um einen Crash mit eben diesen zu verhindern. Krato fuhr dann außenrum an mir und dem Überrundeten vorbei und sagte Danke. Als Dritter überquerte ich dann das Ziel…mit ein wenig Frust in den Adern.

Samstag

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Endurance-Rennens. (Endurance=Langstrecke)
Wobei man bei zwei Stunden noch nicht wirklich von Endurance sprechen kann.

Dieses Jahr bestreite ich die Langstreckenrennen mit Krato unter dem Teamnamen Poho Racing SBK 1000. Ich konnte uns in der Qualifikation am Samstag morgen die Poleposition für das Rennen sichern und so ging es mit freier Sicht nach vorn ins Rennen.

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Die ersten Runden waren sensationell und ich konnte meine Wochenendbestzeit hier erreichen. Mit tiefen 41er Zeiten und auch 40er Zeiten setzte ich mich pro Runde ca. 2 Sekunden vom Rest des Feldes ab.

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Nach dem Wechsel fuhr auch Krato zu diesem Zeitpunkt die schnellsten Zeiten im Feld und baute unseren Vorsprung sukzessive aus. Nach einer Safetycar-Phase hatten wir dann bereits über eine Runde Vorsprung auf die Verfolger und gaben diesen auch bis zum Ziel nicht mehr ab. Somit gelang uns ein eindrucksvoller Sieg in der Kategorie Langstrecke.

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Und Abend hatten wir dann mal wieder einen Grund, den Tag etwas ausgelassener ausklingen zu lassen…10406356_822319351154651_6010917996552772250_n

Sonntag

Der Sonntag vergeht eigentlich wie im Flug, da es morgens lediglich einen Warmup-Turn gibt und es dann sofort in die Rennen der jeweiligen Klassen geht. Das erste Rennen des Tages bestreiten immer die 600er, dann die 750er und am Ende die 1000er. Die Startaufstellung wurde neu bestimmt durch zwei Qualifikationsturns am Samstag. Ich stand diesesmal auf P3. Nach dem Start und der ersten Kurve fand ich mich auf auch eben dieser Position drei wieder. Allerdings merkte ich in diesem Rennen, dass mich das Langstreckenrennen vom Vortag körperlich ganz schön mitgenommen hat. Ich konnte mangels Kräften einfach nicht mehr so hart pushen, wie ich es gern wollte. Am Ende rettete ich P3 übers Ziel, da ein Gaststarter gewonnen hatte und dieser nicht für die Jahreswertung gezählt wird, kam ein versöhnlicher zweiter Platz am Ende raus.

Die Jahreswertung sah nun so aus, dass Güdy auf Platz 1 liegt, ich auf 2 und Basti teilt sich Rang 3 punktgleich mit Krato.

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