Saison 2015: Station 5 in Oschersleben (II)

Nach der Sommerpause ging es wieder an die Börde nach Oschersleben in die etropolis Motorsportarena.

Dieses Mal sollte es aber nicht ganz so einfach für mich werden. Güdy, Basti und Krato standen wieder mit am Start.

Mein Motorrad hatte ich in der Zwischenzeit zu alphaRacing für ein größeren Fahrwerks- und Geometrie-Service gebracht. Einiges wurde hier revidiert und frisch gemacht und eingestellt.

So hatte ich auch direkt zum ersten Training am Montag morgen ein gutes Gefühl beim Fahren. Beim zweiten Turn konnte ich auch direkt wieder tiefe 33er Zeiten fahren und schob mich damit auf Platz 2 im Klassement. Nun drohte der Himmel sich in Strömen zu ergießen, es wurde immer dunkler. Auch zur dritten Trainingssession um die Mittagszeit regnete es noch nicht und alle Teilnehmer wollte so noch einmal die Chance auf Zeitenverbesserung im Trockenen nutzen. Leider gelang das außer dem Güdy sonst keinem, da es jetzt tatsächlich begann zu regnen. Güdy aber nutzte die allerletzte Gelegenheit und drängelte sich für das Qualifying ganz knapp (-0.083 sec) vor mich. Da es ab nun den ganzen Tag regnete, stand somit die Startaufstellung fest. Startplatz 3 ist ja zumindest eine Position besser als letztes mal.

Am zweiten Tag (dem Renntag) war es wieder trocken, es hatte in der Nacht aufgehört zu regnen.

Das Warmup verlief ohne Probleme und so konnte das Rennen kommen. Nachdem alle auf ihrer Startposition Platz genommen und die Augen auf die Startampel gerichtet haben, ging es dann los. Mein Start war gut, aber nicht so gut wie beim letzten Mal. Genau wie qualifiziert bogen wir in die erste Kurve ein. Irgendwie kam ich aber nicht so richtig voran. Die Rundenzeiten waren auch nicht besser als am Vortag mit den alten Reifen. Komisch irgendwie. Sonst brachten mir frische Reifen immer 1-2 Sekunden Verbesserung. Diesmal allerdings nicht. Die beiden vor mir gingen eine unheimlich schnelle Pace…ich konnte nicht folgen, ohne einen Sturz zu riskieren. Irgendwann musste ich mich auch noch einem Teilnehmer geschlagen geben…zum Glück ein Gaststarter, welcher mir meisterschaftstechnisch keine Punkte wegnehmen kann. Auf Pos.4 in der offenen Wertung kam ich am Ende auch ins Ziel. Für die Meisterschaft zählte das aber als 3. Platz (Gaststarter werden nicht mitgerechnet) und so sicherte ich mir weitere 16 Punkte.

Der nächste Lauf wird Anfang August in Brno stattfinden. Bis dahin muss ich die Geschichte mit dem Fahrwerk in den Griff bekommen. Mehr dazu schreibe ich dann nach der Brno-Veranstaltung.

Saison 2015: Station 4 in Oschersleben (I)

Nach Oschersleben habe ich mit den 85km die kürzeste Anreise und somit ist das auch immer recht entspannt für mich, dort zu sein.

Wie auch in Brno zuvor sind beide Oschersleben-Termine 2-Tages-Events. Das heißt für den ersten Tag wieder nur Training und Qualifikation und am zweiten Tag dann gegen Mittag das einzige Rennen.

Die Trainings- und Qualifikationssessions verliefen recht zäh. Ich hatte im Vorfeld recht einschneidende Modifikationen an der Geometrie des Motorrades vorgenommen und musste mich erst mal an das doch spürbar andere Fahrverhalten gewöhnen. In der Regel kam ich von den Rundenzeiten her nicht an meine Vorjahresergebnisse ran. Auch alle anderen taten sich schwer auf gute Zeiten zu kommen. Ein wenig verzweifelt war da schon. Am Ende des Tages ergab die Qualifikation den Startplatz 4 für das Rennen. Immerhin noch erste Reihe.

Am Renntag merkte ich schon im Warmup, dass es irgendwie besser läuft. Direkt zum Einrollern fuhr ich etwas schneller als am Vortag in der Quali. Das macht Mut!

Nachdem wir uns alle in der Startaufstellung platzierten und es in die Warm-Up-Lap ging, merkte ich schon, dass sich zumindest der Einbau der neuen Kupplung für den Start sehr positiv auswirkt…endlich wieder vernünftig starten.

Nun ging es drum…Ampel auf rot…aus und los! Sensationell kam ich vom Startplatz weg und konnte von meinem 4. Startplatz aus als erster in die erste Linkskurve einbiegen. Die Führung habe ich dann auch nicht mehr hergeben müssen. Und plötzlich mit freier Fahrt fuhr ich auch wieder die Zeiten aus dem Vorjahr. So konnte ich mich Runde für Runde sogar vom Feld absetzen. Durch einen Unfall eingangs der Triple-Links wurde das Rennen jedoch nach nur 8 Runden abgebrochen und mit Stand Ende 7. Runde gewertet. zu diesem Zeitpunkt konnte ich mehr als 7 Sekunden auf meinen ersten Verfolger gut machen und somit den zweiten Sieg der Saison für mich verbuchen.

Dennoch bin ich mit dem Fahrverhalten der RR noch nicht hundertprozentig glücklich. Ich werde auf jeden Fall die Sommerpause bis zum nächsten Oschersleben-Meeting Ende Juli nutzen, um hier nochmal an der Maschine zu arbeiten und entsprechende Änderungen vornehmen.