Die ersten Ausfahrten 2024

Nachdem ich über den Winter 2023 zu 2024 fleißig an der Panigale geschraubt habe, um ein renntaugliches Gefährt daraus zu machen, war ich natürlich auch heiß wie Frittenfett, wie sich der Apparat nun in diesem finalen Bautenstand fahren lässt.

WarmUp am Pannoniaring 04/2024

Gemeinsam mit zwei meiner Teamkollegen, Tino und Duffti, machte ich mich Anfang April auf zum Pannoniaring zu einer WarmUp-Veranstaltung bei GH-Moto.

Das Wetter war hervorragend an allen drei Tagen. Von Anfang an lief es gut mit dem Bike. Ich konnte direkt im ersten Turn eine 2:06 fahren. Das war mit neuem Bike und nach dem Winter gar nicht mal so schlecht. Ich stellte mir zwischen den Turns immer mal noch was an den Fußrastenpositionen um, da dies das Einzige war, womit ich nicht gleich 100% glücklich war. Aber auch da habe ich letztendlich eine brauchbare Konfiguration gefunden.

Am Ende des ersten Tages habe ich mich auf eine 2:04 steigern können, dann aber merkte ich schon ein gewisses Trainingsdefizit. Dennoch war ich glücklich. Denn 2018, als ich mit der leistungsmäßig vergleichbaren MV Agusta F3-800 hier gefahren bin, war meine schnellste Zeit damals eine 2:03. Von daher ist das jetzt mit dem neuen Arbeitsgerät gar nicht so schlecht.

Am zweiten Tag ging es dann sofort flüssiger zur Sache und ich konnte gleich im ersten Turn eine 2:02 fahren. Und das wurde noch besser. Im zweiten Turn habe ich das dann sogar auf eine 2:01 gebracht.

Dann wurde es aber leider nicht mehr schneller. Die Maschine ist wirklich gut – nur der Mensch hatte konditionell schon zu sehr gelitten. Auch am dritten Tag (der war nur bis mittag) habe ich das nicht mehr toppen können. Ich fuhr zwar noch ein paar mal die 2:01, aber besser wurde es nicht mehr. Als Bestzeit nahm ich somit eine 2:01.4 mit nach Hause, was aber in Anbetracht meiner bisherigen Bestzeit in der 750er-Klasse (neudeutsch: Klasse NextGeneration) aus dem Jahre 2018 schon eine echte Steigerung von 2 Sekunden ist. Schon gut so eine Ducati.

Duffti, ich und Tino (v.l.n.r)

Erste Cup-Veranstaltung zur FR-Challenge in Most 04/2024

Ende April ging es dann traditionell nach Tschechien zum ersten Cup-Event. Ein neues Format bei den FR-Challenge-Veranstaltungen sieht vor, dass der Freitag bis zum frühen Nachmittag als Zeittraining zählt und am Freitag Spätnachmittag dann ein 2h-Langstreckenrennen zu Buche steht. Samstag Vormittag gibt es dann eine Superpole-Session, wo auch nur die Rennteilnehmer der jeweiligen Hubraumklasse unterwegs sind. Darauf freute ich mich im Vorfeld ganz besonders… Dann Samstag Nachmittag das erste Sprintrennen und Sonntag um die Mittagszeit das zweite Sprintrennen.

Am Freitag Vormittag kam ich so la-la in den Tritt. Zunächst schaffte ich nur 46er Zeiten, später dann auch 45er. In unserer 750er-Klasse war das aber in Ordnung. Nur meine beiden Teamkollegen waren schneller. Für den Anfang ok. Das Langstreckenrennen am Abend bestritten wir als ganzes Team zu viert (Kai war mit seiner R6 auch dabei) und planten somit 4x 30min-Stints. Das haben wir auch genauso durchgezogen und erreichten am Ende den 2. Platz in unserer Klasse.

Dann kam der Samstag. Nach einem WarmUp-Turn folgte die erste Superpole-Session der Saison. Schon im WarmUp konnte ich eine 44.2 fahren und das mit den gebrauchten Reifen vom Vortag. Für die Superpole steckte ich mir aber frische Reifen rein. Und dann ging es los. Ich entschied, alleine zu fahren, nicht in der Gruppe. Für mich ist das besser. Selbst ein schnelles Hinterrad vor mir irritiert mich immer etwas. Es hat halt jeder seinen ganz eigenen Rhytmus.
Die erste gezeitete Runde war gleich wieder eine 44.1… das war nun also meine Referenzzeit im Laptimer. Apropos Laptimer… seit diesem Jahr habe ich den AIM Solo2 DL… ein echt gutes Teil. Der zeigt Kurve für Kurve über grüne bzw. rote LEDs an, ob du schneller oder langsamer als in deiner Referenzrunde bist. Die Anzahl der leuchtenden LEDs sagt dabei aus, ob du viel schneller bzw. langsamer bist, oder eben nur wenig schneller/langsamer.
Auf ging es in Runde 2… Bremspunkt Ende Start/Ziel war gut, Schikane gut getroffen und super wieder rausgekommen aus der Kurve… Laptimer zeigt 4 grüne LEDs… also mindestens schonmal 4/10tel schneller. Und das nach der ersten Kurvenkombination. So in der Art habe ich diese Runde dann Kurve für Kurve richtig gut getroffen und am Ende stand eine 1:42.3 auf der Anzeige… Wow, das war gut. Für mich war das völlig ok. Ich habe Dampf rausgenommen und bin zufrieden zurück in die Box gefahren. Jetzt blieb es nur noch abzuwarten, was die anderen Jungs so geschafft haben.

Zurück in der Box fiel mein Blick direkt auf den Zeitenmonitor und ich konnte es kaum fassen… mit einer Zehntel Vorsprung auf meinen Teamkollegen Tino habe ich diese Session für mich entschieden und habe damit die erste Pole der Saison geholt. Jippi!

Nachmittag im Rennen kam ich auch in Führung liegend aus der ersten Runde, danach hat mich Tino überholen können. Später dann, ich glaube, es war in der dritten Runde… Plötzlich ging der Reißverschluss meiner Lederkombi auf. Und das ist nicht schön. Das ist wie ein Bremsschirm. Ich beschloss in die Box zu fahren und das zu fixen. Vor unserer Box hielt ich kurz an, zog den Reißverschluss wieder zu und fuhr dem Feld hinterher. Schließlich zählt jetzt die Rundenzeit aus Rennen 1 für die Startaufstellung zu Rennen 2. Nun, es waren zwar nicht so viele Teilnehmer dabei, aber sie haben sich gut verteilt. Jede Runde hatte ich mindestens ein Überholmanöver. Und dabei wollte ich doch nur noch eine gute Zeit setzen. Nach Überqueren der Ziellinie war ich am Ende 7. geworden und ich habe es tatsächlich mit einer 43.5 in die erste Startreihe für Rennen 2 geschafft.

Nur unser heimlicher Plan, das Podium nur mit Mithos-Racing-Team-Membern zu besetzen, ging aber leider durch meinen Fauxpas mit der Kombi nicht auf. Morgen ist ja auch noch ein Rennen.

Am Sonntag startete ich dann aus Position 3 und konnte sogar Tino beim Start überholen. Duffti führte dann das Rennen an. In der zweiten Runde kam Ende Start-Ziel aber Tino an mir vorbei und schob sich zwischen Duffti und mich. Die beiden vor mir hatten sichtlich Spaß beim sich gegenseitig überholen und schlugen auch einen ordentlichen Takt mit 42er Zeiten an. Das war auf die Distanz für mich zu schnell. Solide und ungefährdet blieb ich auf Rang 3 und fuhr das Rennen zu Ende. So, wie es aussieht, schaffen wir es ja dieses mal mit unserem Mithos-Podium. Auf in die letzte Runde… und… was ist das? Ende S/Z wird gelb geschwenkt… Och nö! Da lag der Duffti im Kies. Was macht der nur? Nun ja. Ich fuhr die Runde zu Ende und erbte dadurch den 2. Platz.

Später meinte Duffti, er war wohl schon zu sehr im Cruising-Modus; ihm ist einfach das Vorderrad eingeklappt. Zum Glück an der langsamsten Stelle der Strecke, ihm ist nichts passiert und der materielle Schaden am Bike hielt sich in Grenzen.

Aber wieder nix mit dem Mithos-Podium.

Zweite Cup-Veranstaltung in Ungarn/Pannoniaring 06/2024

Meine Jungs waren zwischenzeitlich 3 Tage in Oschersleben, ich mit der Family im Kurzurlaub an der Ostsee. Ich habe also 6 Wochen lang nicht auf dem Bike gesessen. Dem entsprechend bin ich auch an die Sache ran gegangen. Mir bzw. uns war bewusst, dass wir hier wieder schnell sein würden. Schließlich haben wir auch einen Trainingsvorteil gegenüber den restlichen Teilnehmern durch unser WarmUp Anfang April hier. Ich malte mir also den Rang 3 in unserer Klasse aus. Vor mir sah ich meine beiden Teamkollegen.

Der erste Turn war dann doch schon irgendwie ernüchternd. Da habe ich nur eine 2:08 geschafft. Naja. So ist das halt, wenn man älter wird. Da braucht es dann erstmal wieder eine Weile, um die Sinne zu schärfen. Im zweiten Turn wurde es dann schon eine 2:05 und im dritten dann eine 2:02.7. Somit bin ich genau im Fahrplan und knapp an den Zeiten meiner beiden Buddies (Tino 2:01.5, Duffti 2:02.3) dran. Leider hat sich das Wetter in Richtung Regen verändert. Somit beschlossen wir, es für den Freitag gut sein zu lassen. Auch das 2h-Rennen ließen wir aus. Damit hatten wir also früher Feierabend und verbrachten den Abend im „Paddock“ – dem Streckenrestaurant.

Samstag morgens gab es dann wieder einen WarmUp-Turn und anschließend die Superpole. Wie ich dieses Format liebe… Schon im WarmUp konnte ich mit den gebrauchten Reifen eine 2:02.4 fahren und war damit schon schneller als am Vortag. Jetzt habe ich der Panigale wieder zumindest ein frisches Hinterrad spendiert für die Superpole. Unser Plan war, uns ziemlich früh an den Boxenausgang zu stellen, um dann die ersten auf der Strecke zu sein, ganz ohne Verkehr.

Wenn wir schonmal was planen, dann klappt das irgendwie nicht. In der Superpole-Session für die 600er, direkt vor unserer Session, ist ein Teilnehmer gestürzt und das Bike musste noch geborgen und die Strecke etwas gereinigt werden. Die Ampel stand auf rot und die Zeit verging… Mit nur 10 Minuten Restzeit sprang die Ampel auf grün und wir konnten endlich los. Das wird ’ne sportliche Session… „max. 3 gezeitete Runden werden das, danach wird abgewunken“ habe ich kurz durchkalkuliert.

Aber es lief gut. Tino, Duffti, dann ich. Das war unsere Reihenfolge auf der Strecke. Wir ließen dennoch etwa 100m Abstand zu einander und dann ging es los. Meine erste Zeit auf dem Laptimer war eine 2:01.3… das war schonmal gut. Aber so richtig rund lief es in der Runde nicht. Also dran bleiben. Die ersten Sektorenzeiten der folgenden Runde waren wieder grün… also schneller. Dumm nur… jetzt lief ich auf Duffti auf. Also nahm ich Speed raus und habe die Runde geopfert, um wieder etwas mehr Abstand zu Duffti zu lassen. Damit war mir aber auch klar, dass ich zumindest etwas schneller war, als Duffti.

Dann zählte es…letzter Schuss. Nach dem ersten Drittel der Strecke zeigte mir der Laptimer wieder grün… ca. 4/10tel auf die 2:01.3. Jetzt nur nicht verkacken… nach dem 2. Drittel stand -0.8s auf dem Display… Wow!, jetzt nur noch sauber das letzte Drittel von der Hauskurve bis ins Ziel bringen… es fühlte sich alles auch ganz gut an…raus auf Start/Ziel… Und? Wo bleibt die Uhr stehen?… 2:00.755. Nicht schlecht! Aber ein klein wenig enttäuscht war ich dennoch. 2/10tel habe ich ja im letzten Sektor wieder verloren. Und in der Ferne sah es für mich so aus, als ob Tino den Abstand zu mir und Duffti auch vergrößert hat und somit schneller war.

Zurück in der Boxengasse hielt ich neben Tino an und starrte auf seinen Laptimer… Dort stand eine 2:00.878. Ich ruckelte ihn an und zeigte auf meinen Laptimer… Und ja. Ich habe es wieder geschafft. Wieder mit einem Zehntel Vorsprung auf Tino habe ich mir wieder die Pole für das Samstagsrennen gesichert.

Den Vorstart zur Einführungsrunde habe ich nicht ganz so gut hinbekommen und somit fuhr ich hinter Tino und Duffti die WarmUp-Lap. Ich fuhr den beiden hinterher, wie man das in so einer WarmUp-Lap eben macht. So mit 80-90%. Und plötzlich sehe ich, wie Tino ganz vorn aus dem Nichts heraus über sein Vorderrad gestürzt ist. Was war das denn? So ein Mist. Völlig verwirrt standen Duffti und ich dann zum richtigen Rennstart alleine in der ersten Reihe.

Und genauso verlief dann auch das Rennen. Duffti gewann den Start und ich habe es diesesmal noch beschissener gemacht wie zum Vorstart. Dadurch ging ich auch nur als Vierter aus der ersten Kurve. Zwei Suzuki-Fahrer haben sich noch dazwischen geschoben. Ok. Das Rennen geht ja ’ne Weile. Ich wollte erstmal alles sich sortieren lassen und dann versuchen, sauber an den beiden vor mir vorbei zu kommen. Hmm. Aber die beiden kämpften auch miteinander und fächerten sich vor den Kurven immer auseinander… wo soll ich denn da überholen? Auf den Geraden gehen die Suzis richtig gut… also musste ich da irgendwie im Infield dran vorbei. Glück für mich war dann, dass sich einer der beiden an einer Kurve verschätzte und weit gehen musste… mein Chance, die ich auch sofort nutzte. Einen allein zu überholen ist dann doch einfacher als zwei sich Streitende… so gelang es mir dann auch recht zügig, den zweiten Suzukifahrer zu überholen. Nur war der Duffti am Horizont kaum noch zu sehen. Also stellte ich mich vom Kopf her wieder auf eine Sicher-Ankommen-Strategie ein und fuhr gerade so schnell, dass mich die ebenfalls nach hinten in weite Ferne gerückten Suzukis nicht wieder einholen. Den zweiten Platz konnte ich mir somit sichern. Auch die Zweitschnellste Rennrunde war es… somit geht’s am Sonntag wieder aus Reihe 1 ins Rennen.

Am späteren Nachmittag haben wir Ursachenforschung für Tinos unerklärlichen Sturz betrieben und kamen auch mittels der Datenanalyse zu keiner schlüssigen Erklärung. Im Nachhinein, als wir längst wieder zuhause waren, ist Tino dahinter gekommen. Es war ein viel zu hoher Luftdruck im Vorderreifen. Der hat natürlich dadurch dann keinen Grip. Aber zumindest war jetzt klar, warum er gestürzt ist.

Leider ist sein Motorrad sehr unglücklich im Kies gelandet und es ging ein Motordeckel kaputt, den wir nicht als Ersatzteil dabei hatten. Das hieß dann für Tino leider Ende der Veranstaltung. Das hieß dann aber auch, dass es an diesem Wochenende nichts mehr mit unserem Mithos-Podium wird. Verhext ist das doch, oder?

Zum Glück ist Tino nichts passiert. Die RCP49 Mithos Lederkombi hat ihn perfekt geschützt, der TechAir-Airbag hat auch ordnungsgemäß ausgelöst. Klar gibt da jetzt kosmetische Mängel dran, aber das lässt sich reparieren.

Rennen 2 am Sonntag war recht unspektakulär. Mit 2:02er und 03er Zeiten bin ich hinter Duffti wieder Zweiter geworden. Ich persönlich bin zufrieden mit den Ergebnissen. Da jetzt aber auch Saisonhalbzeit ist – ja, es gibt dieses Jahr bei der FR-Challenge nur 4 Veranstaltungen mit je zwei Läufen – lohnt es sich ja mal auf den Zwischenstand in der Meisterschaft zu schielen… und da sieht es für mich ganz gut aus. Aktuell liege ich vorn und habe 6 Punkte Vorsprung auf Duffti. Mitte August ist der nächste Cup-Termin in Brno… und dafür bereite ich mich dieses mal etwas mehr vor… 2 Wochen vor dem FR-Event habe ich noch ein Training mit Speer in Brno gebucht… Dann sollte ich zum FR-Cup-Event gewappnet sein.

Saison 2015: Station 8 in Most (II) – Finale

Das letzte Septemberwochenende steht traditionell im Zeichen des Finales der FR-Challenge im tschechischen Most. Im Prinzip meine Lieblingsstrecke im Kalender. Hier fühle ich mich ein bisschen wie zu Hause. Laut Wettervorhersage sollte es bei Temperaturen zwischen 10-18 Grad trocken bleiben. Das passt dann schon mal.

Ausgeruht und frisch aus dem Urlaub machte ich mich Donnerstag kurz nach dem Mittag auf den Weg Richtung Most. Dort kam ich gegen 18:30 Uhr an und gesellte mich zu den anderen bereits dort wartenden Mitstreitern um die übliche Begrüßungszeremonie abzuhalten. Etwa 19:00 Uhr durften wir dann das Fahrerlager okkupieren; ich bereitete meinen Boxenplatz und den Wohnwagen für die nächsten 3 Tage vor.

Freitag

Mein Plan war es, recht schnell meinen Rhythmus zu finden und gleich von Beginn an zu pushen. Das erste Training für die schnellste Gruppe war für 10:00 Uhr angesetzt. Mein Plan ging auf und ich konnte in der 3. gezeiteten Runde bereits 43er Zeiten gehen. Das Motorrad fühlte sich gut an. Am Setup brauchte ich also nichts ändern. Im zweiten Training konnte ich mich auf 41er Zeiten verbessern und setzte mich auch an die Spitze des Klassements.

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Soweit sah es dann ganz gut aus für mich. Es gab jetzt noch zwei weitere Sessions, welche auch das Qualifying für das erste Sprintrennen am späten Nachmittag bildeten. In diesen zwei Sessions konnte ich mich noch weiter steigern und brachte eine tiefe 41er Zeit auf den Asphalt…Güdy ist aber auch munter geworden und drückte sich mit einer 1:40.6 an die Spitze der Liste. Na gut. Stehe ich eben auf P2 – Hauptsache erste Reihe.

Dann kamen die Aufrufe für das erste Rennen. Ich spendierte meiner Lotte (das ist der Kosename für mein Motorrad) einen neuen Hinterradreifen. Die Asphalttemperatur ist dank der Sonne auf 34 Grad geklettert – ich habe ein wenig gegambled und entschied mich für einen sehr sehr weichen Reifen. Dabei handelte es sich im Prinzip um einen Qualifyer, welchen die IDM-Jungs eben für das Quali benutzen. Die fahren aber auch noch um einiges schneller dachte ich mir und vertraute darauf, dass er die 11 Runden schon durchhalten wird.

Dann ging es los. Nach der Aufwärmrunde positionierten wir uns…Ampel auf Rot…Ampel aus und Feuer frei! Mein Start war so mittelprächtig und ich ordnete mich als dritter nach der ersten Kurve ein. Güdy und ein Gaststarter vor mir. Beide konnten sie mir nicht davon fahren, also probierte ich auf Start/Ziel das erste Überholmanöver. Das klappte erst mal nicht. Ich war spät auf der Bremse – die anderen beiden aber auch. Ok. Dann bleibe ich eben erst mal dahinter… Nächste Runde, gleiche Stelle, selbe Welle…nur dieses mal kam ich besser aus der letzten Kurve und konnte noch mehr Speed mit auf die Geraden nehmen. Noch weit vor dem Anbremspunkt ordnete ich mich vor Beiden! ein und bremste wieder extrem spät; wählte auch gleichzeitig die Kampflinie… Dieses mal hat es geklappt und ich ging in Führung. Jetzt hatte ich freie Fahrt und konnte meinen Stiefel fahren. Mein Dashboard zeigte mir 40er Zeiten…das war gut. Ich drehte mich an der Spitzkehre mal kurz um, um zu sehen, was die beiden hinter mir so machen und sah, dass ich schon einen kleinen Vorsprung von etwa 2-3 Sekunden hatte… Supi, dachte ich mir und konzentrierte mich jetzt auf saubere Runden und wollte keine Fehler machen. Wieder über Start/Ziel dachte ich mir, jetzt knallst’e hier mal eine Hammerrunde hin, bevor es ans Überrunden geht… Voll konzentriert gelangen mir auch die ersten Kurven nahezu perfekt; das Dashboard sagte an der ersten Zwischenzeit -0.6 zur bisherigen Bestzeit. Am zweiten Messpunkt standen -0.8 und über Startziel blieb die Zeit bei 1:39.9 stehen!* Wau! Glücklich und ein wenig erschrocken zugleich verpasste ich fast den Bremspunkt Ende der Geraden. Jetzt wollte ich eigentlich gleich noch einen draufsetzen, da ich die Runde zum Ende hin gar nicht so perfekt fand… bloß nun merkte ich, dass der Grip am Hinterrad deutlich nachließ.

Hatte ich mich mit der Reifenwahl doch verzockt? Hmm. Gut, dann bleib konzentriert, wird’s halt keine noch bessere Runde… Sieg nach Hause Fahren war die Devise. In den letzten beiden Runden verlor ich relativ viel Zeit durch überrundete Fahrer. Es ist halt immer blöd, wenn man an ungünstigen Stellen aufläuft. Aber der Güdy hinter mir muss da ja auch durch…

Doch das hat er wohl wesentlich besser hinbekommen als ich… ich hörte an jeder Kurve sein Motorrad hinter mir. Letzte Runde: Jetzt nur keinen Fehler machen…
Als ich unterhalb vom Fahrerlager auf vorletzte Rechtkurve und letzte echte Überholmöglichkeit zufuhr, hatte ich zwei Möglichkeiten: Fährst du jetzt innen Kampflinie oder eben die Ideallinie (welche die schnellere ist, aber innen die Tür offen lässt)?

Ich entschied mich für die Kampflinie… und das war die falsche Entscheidung. Dadurch, dass ich innen fuhr, meine Kurve daher etwas enger wird, musste ich natürlich auch etwas eher und weiter runter bremsen… Kurz bevor ich umlegte quetschte sich Güdy außen neben mich und zog mir vor’s Vorderrad…Waaahhh??? Wie hat er das denn gemacht? Schöne Sch..ße dachte ich mir… Letzter Versuch: Besser auf Start/Ziel rausfahren: Ich positionierte mich entsprechend und ging viel früher als sonst ans Gas… Das hätte beinahe im Dilemma geendet. Mein Hinterrad hatte überhaupt keinen Grip mehr und ich hatte zwei heftige Rutscher, so dass es mich beinahe abwarf… 0,386 sec hinter Güdy passierte ich die Linie… Meine Herren! Das war ein Weltklasse-Manöver vom Güdy. Ganz ehrlich: Den Sieg hat er wieder mal verdient.

Podest SR1

Hmm. Für die Meisterschaftsgesamtwertung bedeutet das, dass es noch spannender wird. Güdy hat damit wieder 2 Punkte aufgeholt und mein Vorsprung in der Gesamttabelle schmolz auf magere 4 Pünktchen.

Am Abend kam mein Schatz auch nach Most nachgereist, um mir dann für den alles entscheidenden Lauf am Sonntag zur Seite zu stehen.

Mit unserer Boxencrew ließen wir den Abend auf der Burg in Most mit einem wirklich tollen Abendessen ausklingen… (kann ich nur empfehlen da oben das Burgrestaurant).

Samstag

Der 2. Tag bei einer 3-Tages-Veranstaltung steht immer ganz im Zeichen des Langstreckenrennens. Ich hatte mich mit meinem Teamkollegen Krato auch dazu angemeldet. Nach einem kurzen Warmup am Morgen gab es gleich die Qualifikations-Session für das Endurance-Rennen. Noch am Freitag Abend entschieden Krato und ich, dass ich das 20-minütige Quali fahren werde.

Das tat ich dann auch und stellte uns für die Langstrecke auf Pole! (er meinte, er habe auch nichts anderes erwartet).

Einen Bericht zu dem Langstreckenrennen an sich werde ich später unter der Rubrik Poho-Racing zusammen schreiben.

Nach dem Quali zur Langstrecke folgten 2 weitere Qualifikationsläufe für die Startaufstellung des morgigen letzten Sprintrennens. Dabei wurde es auch schon wieder ein wenig ernst. Das war ja wichtig in Bezug auf die Meisterschaft.

In der ersten Session kam ich gut zurecht und hatte auch ein oder zwei freie Runden und brachte eine 1:41.3 zu Papier. Soweit läuft es erst mal und ich habe die provisorische Pole erklommen. Nun folgt noch ein weiterer Durchgang.

Und jetzt kam mir tatsächlich ein bisschen das Wetter zugute. Den ganzen morgen schon war es zwar trocken, aber der Himmel war mit dunklen Wolken verhangen. Nun begann es sogar ganz leicht zu tröpfeln… bei feuchter Strecke wird sich wohl niemand mehr verbessern.

So kam es dann auch. Man konnte zwar mit Slicks auf die Strecke gehen, aber verbessert hat sich dann niemand mehr. Ich selbst konnte unter diesen Bedingungen auch nur noch hohe 41er Zeiten fahren. Man merkt dann deutlich, dass der Grip mit Slicks bei diesen Bedingungen nachlässt.

Güdy stand sogar nur auf P4. Aber immerhin noch in der ersten Startreihe. Das war dann schon mal ein Teilerfolg für mich und eine perfekte Ausgangslage für den Sonntag.

Nachmittags fand dann das 2-Stunden-Langstrecken-Rennen statt und somit war Tag 2 auch schon wieder erledigt.

Am Abend ließ ich es ruhig angehen, verzichtete auf alkoholische Getränke (was in so einem Fahrerlager nicht so einfach ist, wenn alle am Feiern sind), hielt mich an zwei alkoholfreien Radlern auf und machte mich gegen 23.00 Uhr ins Bettchen. Ich wollte ausgeruht sein für das letzte Rennen.

Sonntag

Tag der Entscheidung. Vom Zeitplan her gab es direkt morgens um 9:00 Uhr ein 20-minütiges Warmup und danach ging es direkt mit den Sprintrennen der einzelnen Klassen los. Das Rennen der 1000er sollte gegen 11:30 Uhr starten.

Nach dem Warmup machte ich mein Motorrad für das Rennen fertig…ich spendierte nochmal neue Bremsbeläge, machte einen anderen Hinterradreifen drauf als noch am Freitag und betankte die Lotte.

Nun merkte ich schon, dass ich doch ganz schön aufgeregt bin. Immer wieder betrachtete ich mein Motorrad und überlegte, ob ja auch alles in Ordnung ist. Den Luftdruck habe ich geschätzte 10x kontrolliert usw…

Dann war es soweit. Dritter und letzter Aufruf zum Rennen. Ich zog mich an, mein Schatz gab mir noch ein Küsschen und sagte mir: Du schaffst das! Ich war mir nicht so sicher. Ein Sturz und es wäre vorbei. Oder ein technisches Problem. Oder oder oder…

Als ich dann aber rausfuhr in die Startaufstellung waren diese ganzen Gedanken verschwunden… Mein Kopf hat wieder auf Racing-Modus umgeschaltet. Und das bedeutet dann, dass ich doch wieder ganz fokussiert auf die Sache an sich eingestellt war.

In der Startaufstellung erwartete mich dann mein Schatz, um mir noch ein letztes Mal vor dem Rennen alles Gute zu wünschen.

Grid-Girl

Dann ging es los. Ampel aus und los geht’s… Wieder habe ich den Start nicht perfekt hinbekommen. Mist. Aber wieder war ich hinter genau den selben beiden Dritter. Dieses mal aber war Güdy ganz vorn, der Gaststarter (Max) zwischen uns. Irgendwie eierte Güdy da vorn ganz schön rum… richtig schnell war das alles nicht. Er bremste viel früher als sonst und war auch in den Kurven nicht sonderlich schnell. „Was ist denn bei dem los?“ dachte ich mir. Und als ich mich noch so wunderte waren schwupps Basti und auch Krato an mir vorbei, weil ich viel früher bremsen musste als nötig gewesen wäre. Aber ich kann ja auch nicht durch den vor mir Fahrenden durchfahren. Hmm. „Was ist das den jetzt?“ ging mir durch den Kopf. Wir blieben aber alle dicht beisammen. Die ersten 7 Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde. Und das bestimmt 5-6 Runden lang. Wenn das Rennen jetzt so ausgeht, dann hat Güdy die Meisterschaft gewonnen. Das will ich natürlich verhindern, um selbst den großen Pott zu gewinnen.

Da das Zeitenniveau nur auf 42er Zeiten war, konnte ich Krato und auch Basti wieder überholen. Beide waren auch absolut faire Sportsmänner und machten es mir beim Kampf um den Titel nicht sonderlich schwer, vorbei zu kommen.

Inzwischen habe ich auch kapiert, was Güdy vor hat. Richtig schlau der Junge… Er fuhr gezielt die Lorenzo-Taktik aus Valencia 2013. Das heißt: Damals war es Lorenzos einzige Chance auf den Titel, wenn er gewinnt und Marquez nur als 5. oder noch dahinter ins Ziel kommt. Er fuhr damals absichtlich an Stellen langsam, wo man schlecht oder gar nicht überholen kann, um hinter sich das Feld zusammen zu halten und die Gegner sich so gegenseitig beharken. Lorenzo hoffte damals auf einen Fehler von Marquez oder zumindest, dass sich einige Fahrer zwischen ihn und seinen Rivalen schieben. Genau das machte Güdy auch. Ihm hätte es ja gereicht, wenn nur ein anderer Cupfahrer zwischen uns ist, wenn er gewinnt. Dann hieße es Punktgleichheit und das ginge zugunsten von Güdy auf. Er hat mehr Siege in dieser Saison eingefahren.

Als mir das klar wurde ließ ich keine Möglichkeit mehr aus, ihn zu attackieren und startete einen Überholversuch nach dem anderen. Er wehrte sich mit allen Mitteln der Kunst. Bis ich irgendwann besser durch die Schikane Ende Start/Ziel kam…das nutzte ich sofort aus und zog beim Rausbeschleunigen auf die lange Linkskurve an ihm vorbei…

Jetzt waren es noch knapp 4 Runden zu fahren und ich gab Gas… Prompt fuhren wir tiefe 41er Zeiten… und ich pushte eben so gut es ging. Ich konnte mich auch vorn behaupten…die letzten beiden Runden waren wieder durch Überrundungen geprägt… hoffentlich komme ich da jetzt gut durch…noch war nichts in trockenen Tüchern. Aber ich kam gut durch…Güdy aber auch und er klebte wie ein Schatten an meinem Hinterrad.

In der letzten Runde habe ich nochmal alles gegeben…nur keinen Fehler machen. Bei der Anfahrt auf die letzte Überholmöglichkeit unterhalb vom Fahrerlager gab ich wirklich alles, um nicht dort wieder von ihm kassiert zu werden. Dieses mal habe ich mich für die schnellere Ideallinie entschieden… und das war die bessere Entscheidung als am Freitag.

Ich blieb vorn und überquerte kurz darauf die Ziellinie als erstes vor Güdy…

Die Zuschauer sprachen danach von einem haarsträubenden Krimi, der sich ihnen bot. Ich selbst habe das auf dem Motorrad gar nicht so mitbekommen. Dass es knapp zwischen uns wird, war ja vorher schon klar…dass es aber so knapp wird, habe auch ich nicht erwartet.

Nach der schwarz-weiß-karierten Flagge ist mir dann richtig ein Stein vom Herzen gefallen. Ich habe es tatsächlich geschafft. Ich habe das Rennen gewonnen und damit den Meistertitel in der FR-Challenge nach dem letzten Jahr auch dieses Jahr wieder eingefahren. Die Saison mit einem Sieg zu beenden ist Balsam für die Rennfahrerseele…

Siegerehrung Sonntag

Die Pokale der beiden Sprintrennen und der vom Langstreckenrennen am Samstag
Die Pokale der beiden Sprintrennen und der vom Langstreckenrennen am Samstag

Nun ist die Saison 2015 fast schon wieder vorbei…eine Abschlussveranstaltung am Pannoniaring Mitte Oktober fahre ich noch…doch diese ist nur zum Ausklang der Saison gedacht…völlig befreit von Meisterschaftsgedanken und der Anspannung diesbezüglich.

Anhand dieser kleinen Geschichte aus Most wird auch noch mal deutlich, dass die FR-Challenge @ FR-Performance eine bis zu den letzten Metern spannende Amateur-Rennserie ist. Aufgrund des eigenen Punktesystems, welches abweichend von den klassischen Systemen ist, gibt es nicht schon Mitte der Saison irgendwelche Ausreißer, die dann nicht mehr eingeholt werden können, sondern es bleibt eben spannend bis zum Schluss.

* im Nachhinein stellte sich allerdings raus, dass mein Laptimer irgendwelchen Mist angezeigt hat. Die offizielle schnellste Rundenzeit laut Zeitnahme war eine 1:40.7

Saison 2015: Station 1 in Most (I)

Nach dem verregneten Frühjahrstraining in Aragon ging es nun am letzten Aprilwochenende in Most zum Saisonauftakt 2015.

Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite und so hatten wir am Ende 2 trockene Sprintrennen und ein gutes 2h-Langstreckenrennen. In den Sprintrennen konnte ich einmal den 3. und einmal den 2. Platz in der Cupwertung erreichen, so in etwa hatte ich auch das Kräfteverhältnis auch erwartet.

Freitag

Am ersten Veranstaltungstag geht es darum, sich schnell in Wochenende zu finden und nicht herumzubummeln. Schließlich steht auch heute noch das erste Sprintrennen an. Die ersten vier Trainingssessions zählen auch gleichzeitig als Qualifikation für das Rennen.

Üblicher Weise werden die schnellen Zeiten dann im letzten dieser Quali-Turns gefahren und somit ging es dann darum, eine freie Runde zu erwischen, in der man dann auch keine Fehler machen sollte. Mit gutem Gefühl kam ich nach der Session zurück und sah meinen Namen allerdings nur auf P4. Die Zeitenabstände waren marginal, im Zehntelbereich hatte ich aber eben nur die 4.-beste Zeit gefahren. Egal, wenigstens noch erste Startreihe. Punkte werden im Rennen vergeben.

Dann ging es los…erster, zweiter und dritter Aufruf zum Sprintrennen der 1000er. Der Vorstart in die Warmup-Runde gelang mir mal gar nicht und ich wusste ja nun erst mal, wie man es definitiv nicht macht. Den eigentlichen Start habe ich dann aber super hinbekommen. Basti auf seiner Fireblade von Pole allerdings auch und so flogen wir Rad an Rad auf die erste Kurve zu. Ich habe mich etwas von ihm irritieren lassen und bremste genau wie er etwas zu früh. Schwupp-di-wupp kamen gleich wieder drei oder vier Gegner vorbei. Nach und nach kämpfte ich mich wieder vor und lag zu Beginn der letzten Runde an Rang 2 hinter Güdy, der dem Feld aber schon etwas enteilt war. Direkt am Hinterrad klebte mir Krato mit seiner neuen R1. Als wir dann auf überrundete Fahrer aufliefen hatte ich nicht ganz so viel Glück, ich musste einmal sehr stark bremsen um einen Crash mit eben diesen zu verhindern. Krato fuhr dann außenrum an mir und dem Überrundeten vorbei und sagte Danke. Als Dritter überquerte ich dann das Ziel…mit ein wenig Frust in den Adern.

Samstag

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Endurance-Rennens. (Endurance=Langstrecke)
Wobei man bei zwei Stunden noch nicht wirklich von Endurance sprechen kann.

Dieses Jahr bestreite ich die Langstreckenrennen mit Krato unter dem Teamnamen Poho Racing SBK 1000. Ich konnte uns in der Qualifikation am Samstag morgen die Poleposition für das Rennen sichern und so ging es mit freier Sicht nach vorn ins Rennen.

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Die ersten Runden waren sensationell und ich konnte meine Wochenendbestzeit hier erreichen. Mit tiefen 41er Zeiten und auch 40er Zeiten setzte ich mich pro Runde ca. 2 Sekunden vom Rest des Feldes ab.

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Nach dem Wechsel fuhr auch Krato zu diesem Zeitpunkt die schnellsten Zeiten im Feld und baute unseren Vorsprung sukzessive aus. Nach einer Safetycar-Phase hatten wir dann bereits über eine Runde Vorsprung auf die Verfolger und gaben diesen auch bis zum Ziel nicht mehr ab. Somit gelang uns ein eindrucksvoller Sieg in der Kategorie Langstrecke.

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Und Abend hatten wir dann mal wieder einen Grund, den Tag etwas ausgelassener ausklingen zu lassen…10406356_822319351154651_6010917996552772250_n

Sonntag

Der Sonntag vergeht eigentlich wie im Flug, da es morgens lediglich einen Warmup-Turn gibt und es dann sofort in die Rennen der jeweiligen Klassen geht. Das erste Rennen des Tages bestreiten immer die 600er, dann die 750er und am Ende die 1000er. Die Startaufstellung wurde neu bestimmt durch zwei Qualifikationsturns am Samstag. Ich stand diesesmal auf P3. Nach dem Start und der ersten Kurve fand ich mich auf auch eben dieser Position drei wieder. Allerdings merkte ich in diesem Rennen, dass mich das Langstreckenrennen vom Vortag körperlich ganz schön mitgenommen hat. Ich konnte mangels Kräften einfach nicht mehr so hart pushen, wie ich es gern wollte. Am Ende rettete ich P3 übers Ziel, da ein Gaststarter gewonnen hatte und dieser nicht für die Jahreswertung gezählt wird, kam ein versöhnlicher zweiter Platz am Ende raus.

Die Jahreswertung sah nun so aus, dass Güdy auf Platz 1 liegt, ich auf 2 und Basti teilt sich Rang 3 punktgleich mit Krato.