Saison 2015: Station 3 in Brno (I)

Direkt im Anschluss an die 2.Veranstaltung auf dem Slovakiaring ging es von dort aus weiter in das 180km entfernte Brno im Süden Tschechiens.

Gegen 20:00 Uhr rollten wir dort im Fahrerlager ein, bezogen die Box und meldeten uns ordnungsgemäß beim Veranstalter an.

Montag

Dieses mal ist die Veranstaltung ein 2-Tages-Event und es findet nur ein Sprintrennen am 2. Tag statt. Der erste Tag dient dem freien Training und der Qualifikation zur Bestimmung der Startaufstellung. So nutzte ich auch den ganzen Tag um mich wieder auf Brno einzuschießen. Den entscheidenden Quali-Turn gab es dann am Ende von Tag 1. 2:09er-Zeiten mussten da schon kommen, um nicht im Mittelfeld herumzustehen. Tatsächlich taten sich aber alle Teilnehmer schwer, auf ordentliche Zeiten zu kommen. Wer weiß, woran es lag. (bereits 3 Tage Motorradfahren in den Knochen?, Grip nicht da? – who knows?)

Schlussendlich lagen die Positionen 1-9 innerhalb einer halben Sekunde. P1 war eine 2:09.4 und P9 eine 2:09.9. Ich positionierte mich mitten drin mit einer 2:09.7 auf Startposition 5 für das Rennen am folgenden Tag.

Allerdings war ich damit ganz und gar nicht zufrieden. Von der gefahrenen Zeit her habe ich mich etwa 2 Sekunden schneller erwartet. Da ich den ganzen Tag über auch schon enorme Probleme mit meinem Fahrwerk hatte, beschloss ich, am Abend einige grundlegende Änderungen an der Geometrie und am Fahrwerk vorzunehmen. Der Abend war also arbeitsam geprägt.

Dienstag

Vor den Rennen gab es noch zwei Warmup-Turns, die ich zum Probieren der neuen Einstellungen nutzte. Irgendwie fühlte es sich nicht besser an, allerdings auch nicht schlechter. Theoretisch sollte es aber besser funktionieren und ich hoffte, dass das Ganze dann im Rennen mit frischen Reifen besser funktioniert.

Von Startposition 5 aus bog ich als 3. in die erste Kurve ein. Das Feld wurde vom abermals blitzartig gestarteten Basti angeführt. Zwischen ihm und mir noch ein Gaststarter aus Litauen, hinter mir Güdy und Krato. Basti war allerdings auf einem extrem schnellem Level unterwegs und so konnte ich nur mit ach und Krach dran bleiben. Etwa bei Rennmitte bremste sich Güdy noch an mir vorbei und so hatte ich auch wieder mein Tun da dran zu bleiben. Die Fahrwerksprobleme waren definitiv nicht gelöst. Am Ende überquerte ich als 3. der offenen Wertung die Ziellinie (Gaststarter rausgerechnet) und muss sagen, dass das auch das Maximum für mich war. Mehr ging eben nicht, ohne irgendwelche Harakiri-Aktionen zu starten. Und lieber den Spatz auf der Hand als die Taube auf dem Dach. Oder: Ein dritter Rang ist besser als ein Nuller durch Ausfall…

Gewonnen hat tatsächlich noch der Güdy vor Basti durch eines seiner Ausbremsmanöver in der letzten Runde.

In der Jahrestabelle änderte auch dieses Rennergebnis nicht sonderlich etwas. Die Positionen an der Spitze blieben unverändert; Güdy baute seinen Vorsprung auf mich aus; Basti rückte von hinten ein Stück näher. Krato bleibt auf 4.

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